Orange, Weiss und Grün sind die Farben der indischen Flagge. Nach offizieller Deutung stehen sie für Mut, Frieden und Wahrheit. Die meisten Bürger identifizieren sich jedoch mit den Symbolfarben der grössten Religionsgemeinschaften, der Hindus, der Christen und Muslime. Im Zentrum steht das buddhistische Rad der Weisheit. Namaste! Willkommen!

Heute teile ich mich soweit mal mit, wie ich das Indien erlebe und jeder von uns, der schon mal in diesem wunderbaren Land war, wird es ganz persönlich und auch anders erleben. Indien zu verstehen ist kein leichtes Unterfangen. Kaum ein anderes Land der Erde vereint innerhalb seiner Grenzen eine solche Fülle verschiedener Religionen, Kulturen, Lebensformen und Weltanschauung. Indien ist ein Land, so erlaube ich mir das mal zu schreiben, ein Land voller Widersprüche, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und alles scheint irgendwie gleichzeitig stattzufinden.

Ich erlebe Indien als ein Land mit grosser Faszination aber zugleich bin ich auch sehr irritiert. Faszination und Irritation liegen sehr dicht beieinander. Ich will damit schreiben, wenn ich das Land, die Kultur, die Menschen und die Natur betrachte, sehe ich unglaublichen Reichtum aber auch massenhafte Armut. Sehr viel Schmutz und dort wo wiederum Reichtum herrscht alles tiptop und sauber. Alles was man von Indien hört und sieht, wie das Kastensystem, verbunden in alten Bräuchen und auch teils Denkweisen, sind für uns Europäer oft nicht verständlich, teils sehr schwer zu verstehen und viele Themen überhaupt nicht akzeptabel.

Ich sage es so: „Indien liebt man oder man hasst es. Etwas dazwischen gibt es nicht“.

Schon als junge Frau wollte ich immer in die Weltgeschichte raus, neues sehen, neues erleben, neue Menschen kennen lernen und soviel wie möglich mit nach Hause nehmen. Ich bin tief überzeugt, dass das Reisen in fernen Ländern unsere eigene Horizonte und unser Herz öffnet, wir Verständnis für uns selber mehr aufbringen sowie für andere Menschen auch. Reisen bringt auch mehr Durchblick. Sich einfach einlassen auf das Unbekannte, gut zuhören, einfach ausprobieren, nachdenken, Hinschauen und bitte nicht wegschauen. Einfach aufmerksam sein, Gelassenheit aufbringen und offen sein für einen Blickwechsel. Und ich glaube, wenn man so einem Land begegnen kann und darf, bringen wir auch gutes Verständnis auf, was für uns oft nicht verständlich ist. So erlebe ich Indien und Indien ist ein Land mit viel Sonne, Farben, Düfte, bunte Saris, Masalas und Currys.

Hier, im Süden Indiens, sprechen sich alle mit dem Vornamen an. Egal ob Du verwandt bist mit jemanden oder Du erst die Menschen ein paar Minuten kennst. Wo auch immer Du gehst und Lächelst, bekommst Du sofort ein Lächeln zurück. Willst Du handeln und auch was kaufen, trinkst Du zuerst eine Tasse Tee mit dem Händler. Mein Rikschafahrer fragte mich schon am ersten Tag ob ich verheiratet bin und wollte mein halbes Leben wissen (ohne irgendwelche Hintergedanke) und lässt mich gleich auch wissen, dass er selbst verheiratet ist, zwei Kinder hat und seine Frau als Lehrerin arbeitet. Und ich bin einfach hier, beobachte die Menschen, wie sie sprechen, öffne auch mein Herz und freue mich mit ihnen.

Ich schreibe auch ganz klar; Inder und Inderinnen sind Menschen wie andere auch. Für viele hier in Indien, ist das Leben sehr schwer und hart. Aber eines muss man Ihnen wirklich lassen; ihre Gastfreundschaft und Herzenswärme sind für mich so ansteckend und so liebevoll, dass ich immer wieder gerne zurück in dieses Land kommen werde.

Tiefwarme, herzliche und sonnige Grüsse sende ich Euch in das tiefverschneite Schweizerländle!

See you soon
Eure Lili

…und bei sich selbst anzukommen!

So heisst das Buch, von Katrin Zita, dass mir letzten Herbst in den Händen gefallen ist. Was ich von ihr lesen darf, berührt mein Herz und es sind so viele geschriebene Texte, indem ich mich wiedererkenne. Dieses Buch ist mein täglicher Begleiter. Jedes Kapitel wird von mir aufmerksam durchgelesen und viele geschriebene Zeilen von der Autorin bestätigen mir, dass mein Handeln, meine Reise einfach eine gute Sache ist. In diesem Buch zeigt es Möglichkeiten auf. Möglichkeiten wie Du damit umgehen kannst.

Du hast zwei Möglichkeiten:

Die erste wäre den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten bis sich etwas ändert und Du schnell bemerken wirst, dass dich das Leben, während Du den Kopf immer noch im Stand gesteckt hast, ständig in den Arsch tritt. Es tritt dich so lange bis du nicht mehr kannst. Die Frage ist, wie lange lässt Du es zu, dass das Leben Dich in den Arsch tretten darf? Welche Selbstzerstörung muss da vorhanden sein, dass man diese Arschtritte des Lebens sich jeden Tag gefallen lässt?

Du hast aber auch die Möglichkeit den unbekannten Weg zu gehen (zuerst mal den Kopf aus dem Sand nehmen und sich gut durchschütteln) und nach vorne zu schauen. Sich dann selbst fragen „wie mutig bin ich“ und „was will ich“? Ist es nötig etwas in meinem Leben zu ändern oder muss ich wirklich was in meinem Leben ändern?

In solchen Momenten spricht das Herz und dann sollte man gut hinhören. Dein Herz belügt Dich nicht, weil die Wahrheit sitzt im Herzen. Meistens aber ignorieren wir die leise Stimme des Herzens oder hören sie auch gar nicht mehr. Leider….

Was ich aber mit meinen geschriebenen Zeilen mitteilen möchte ist, dass die Kunst alleine zu reisen auch ein Input sein soll auf sein Herz zu hören und sich auch nicht mehr vom Leben in den Arsch tretten lassen muss. Die Frage ist so simpel und einfach: „Wohin führt mich der Weg? Was darf ich während einer Reise lernen? Was will mir die Änderung in meinem Leben zeigen? Und bekomme ich auf alle meine Fragen eine Antwort?“

Im Katrin Zita’s Buch steht folgendes geschrieben:

<< Unsere persönliche Reife ist das Ergebnis der Erfahrungen, von denen unser bisheriges Leben geprägt wurde. Damit wir uns dieser Erfahrungen positiv bewusst werden, bedarf es immer wieder einer Zeit der Zurückgezogenheit und Ruhe. Gibt es diese Phasen bereits in Ihrem Leben, oder wollen Sie sich selbst zukünftig mehr Zeit dafür schenken? Dies lässt sich schlecht im lärmenden Alltag und in der gewohnten Umgebung bewerkstelligen. Wagen Sie also eine Auszeit oder einen Ortswechsel. Nach dem Gesetz der Polarität brauchen wir nach jeder Zeitspanne betriebsamer Tätigkeit und intensiven Austausch mit anderen wieder eine ruhigere Phase, in der wir uns mehr um uns selbst kümmern. Dies gelingt mir am besten wenn ich ganz für mich allein bin. Es ist mir wichtig, den Moment ganz bewusst wahrzunehmen und mich so weit wie möglich von äusseren Einflüssen und Beinflussungen durch andere abzuschirmen. Es bedarf Mut, die Konfrontation mit mir selbst willkommen zu heissen.>>

In der Ruhe und in der Stille Indiens (hier in Athreya Ressort) habe ich ein paar Antworten auf meine Fragen bekommen. Ich weiss was zu tun ist, sehe einige Dinge klarer und endlich habe ich auch mein Notizbuch vollgeschrieben mit all meinen Sehnsüchte, Wünsche, Ideen und Reisezielen die ich noch unbedingt umsetzen möchte, will und kann.

Das Leben ist nicht ungerecht oder gerecht. Ich bin diejenige die das Leben gestaltet! Mit Arschtritten oder hinhören was das Herz spricht.

Reisen öffnet das Herz, schenkt Dir Selbstvertrauen und macht den Geist frei. Alleine reisen öffnet Horizonte, schenkt Dir Bekanntschaften und auch neue Freundschaften. Und schlussendlich hilft das alleine Reise auch den Weg zu sich selbst wieder zu finden. Mit Ruhe und Stille.

Ein Geschenk an sich selbst!

Häbets Guet!

Sonnige Grüsse
Lili

Hey allerseits

Wie die Zeit vergeht! Ohne es zu bemerken, ohne Hast und Stress, gehen die Tage dahin. Zwei Wochen weile ich nun in Indien und geniesse, manchmal auch mit ertragen, die Ayurvedakur. Die letzten drei Tagen waren für mich nicht leicht. Wellenbäder, ein Auf und Ab. Gutes Körpergefühl und eine Leichtigkeit darf ich geniessen. Ein paar Stunden stellt sich ein anderes Gefühl ein und die Trauer und Schwere klopft wieder bei mir an. Wenn die Schwermut da ist, dann leide ich, und nicht wenig. Menschen wie ich, mit viel Kapha Energie (Wasser & Erde) haben es nicht immer leicht. Das Element Wasser & Erde lagert sich in das Gewebe ab und bleibt. Durch die Bequemlichkeit und schönem Leben (sprich mich) und zu wenig Bewegung steigere ich nochmals zusätzlich das Kapha, esse dann noch gerne ungesunde Lebensmittel (am liebsten Kekse und Süsses) und somit bilden sich Schlackenstoffe. Der ganze Mist (Schlackenstoffe) bleibt dann im Körper. Übergewicht entsteht, Toxine bilden sich, Wasser lagert sich im Körper und der Mensch hat dann die Probleme die man eben kennt.

Bei mir war es ähnlich mit zusätzlichen privaten Eigenschaften die mein Kapha erhöht haben. Wenn ich denke wie ich am 25. Dezember hier angekommen bin (müde, erschöpft, und Muskelschmerzen) bin ich jetzt wie ein ausgewechselter Mensch. 80% von den Schlackenstoffen sind raus aus meinem Körper und dies ein grosser Erfolg innerhalb 2 Wochen und/aber auch taffe Körperabreit! Eine solche Körperarbeit darf man nicht unterschätzen und es kann auch eine Heilkrise entstehen.

Was genau ist eine Heilkrise und warum folgt diese während einer Therapie? Ich habe diese Heilkrise völlig verdrängt und ehrlich gesagt auch vergessen.

Bei einer ganzheitlichen Behandlung, so wie ich jetzt diese Behandlung hier in Indien erlebe, geht es darum die Gesetze des Körpers zu verstehen und nach innen zu handeln. Ganz wichtig was ich wirklich hier betonen möchte ist, dass es nicht sinnvoll ist Mittel zu finden und auch nicht die Wege um die Gesetze des Körpers zu brechen (was öfters die Schulmedizin tut). Hat nie funktioniert und wird auch in Zukunft nicht funktionieren (ich verteufle nicht die Schulmedizin, aber wenn der Mensch mehr auf seine Gesundheit achten würde, hätten wir auch nicht die hohen Krankenkassenkosten).

Was wir oft und immer wieder vergessen, und auch ich habe es vergessen, ist das oberste Heilgesetz in der Naturmedizin- und Heilkunde, mit dem Wissen, dass unser Körper grundsätzlich in der Lage ist sich selbst zu heilen. Und hier werden jetzt viele sagen „Ja aber…“. Nein es gibt kein „Ja aber“!

Wir tragen die Verantwortung für uns und unsere Gesundheit und niemand anders. Auch nicht der Arzt und auch nicht der Heilpraktiker. Und ganz ehrlich zu uns selber sein; die meisten von uns suchen einen Therapeuten oder auch einen Arzt auf und erwarten von ihm, dass er uns Mittel und Wege gibt und uns noch an die Hand nimmt, und „wir“ ihnen erlauben dem eigenen Körper ihren Willen aufzuzwingen. Ein Thema, das sehr heikel ist. Aber ich bin überzeugt, wenn ganz viele von uns ihren eigenen Willen nutzen würden, Mut aufbringen, bei sich aufräumen täten und für die eigene Gesundheit schauen, mit Krisen und Auf’s und Ab’s, so wären ganz viele Ärzte arbeitslos und die Pharmaindustrie hätte nicht diese Macht die sie eben hat.

Was mich betrifft wegen der Heilkrise; oh ja, ich hatte sie die letzten 4 Tage und ein paar Tore der Hölle haben sich geöffnet. Ich habe geweint und der ganze Körper hat geschmerzt. Es sind Vergangenheitsbilder hoch gekommen die ich ganz schön verdrängt habe und meine heile Welt wurde schön erschüttert. Wer bin ich und was soll ich?

Eine Heilung geschieht von „Innen nach Aussen“
Eine Heilung geschieht von „Oben nach Unten“
Eine Heilung geschieht mit „Heilungskrisen“

Es lässt sich also sagen, dass die Heilung ihren eigenen Regeln folgt. Nicht der Mensch entscheidet was zuerst geheilt wird, sondern die Natur.

Ich sitze da und schaue raus in die wunderbare Natur. Wir haben soviel Wissen in uns vergessen auch so vieles (ich auch). Die Natur gibt uns so vieles und unsere Gesundheit ist unser oberstes Gut. Eines habe ich hier in Indien verstanden und auch gelernt; mich nie wieder in die Irre führen zu lassen und an etwas glauben…nämlich an MICH!

Nicht jeder kann diesen Schritt gehen wie ich. Entweder ist man noch nicht bereit dazu, verdrängt, hat Angst, oder auch 1001 Ausreden. Aber die Natur hat es weise eingerichtet; Wir bekommen ganz viele Hinweise von ihr und zeigt uns, wenn wir wirklich krank sind, was zu tun wäre. Missachten wir diese Hinweise, wissen wir selbst was dann geschieht.

Eine Heilkrise ist schwer zu ertragen, aber auch eine Bereicherung. Ich werde wieder nach Indien reisen und mir eine Ayurveda-Kur leisten. Dass ist die beste Investition, für meine Gesundheit und für meinen Körper, die ich machen konnte:-)

Häbet Sorg und geniesst die Zeit mit Euch und mit Euren Liebsten.

Sonnige Grüsse
Lili

Hallöchen allerseits:-)

Ich sitze vor meiner Cottage und schaue raus auf die Reisfelder. Viele Gedanken wuseln in meinem Kopf. Nicht nur die Affen in den Kokosbäumen schnattern, im meinem Hirni habe ich das Affengeschnatter genauso. Also schreibe ich…und die Affen verziehen sich:-)

Morgen ist Silvester. Es wird gefeiert und das neue Jahr wird begrüsst. Wie es die Tradition will, werden viele von uns wieder gute Vorsätze fassen. Genauso ist es auch eine Tradition, dass am 01. Januar 2019 viele gute Vorsätze wieder fallen gelassen und schnell vergessen werden. Aber, aber, wir haben uns „ganz, ganz, aber bestimmt doch, und sowieso“ fest vorgenommen die guten Vorsätze diesmal sicherlich, hoch feierlich und gelobt, umzusetzen! Pah…Pustekuchen. Sind wir doch ganz ehrlich; Höchstens eine Woche und dann kann jeder von uns die guten Vorsätze „Rauchen“. Und ja; ICH bin auch eine davon. Keine Woche durchgehalten. Sowas!

Jedes Jahr am Silvester habe ich mir immer was vorgenommen und dann doch wieder nicht eingehalten. Sei es mit weniger Rauchen oder sogar aufhören, gesünder essen, mehr Yoga machen, kein Stress mehr im Alltag, ach herrje, was noch nicht alles (übrigens; mit dem Rauchen habe ich aufgehört, einfach so, ohne Wiederrede oder irgendwelche Abmachungen mit dem innerem Schweinehund. Dafür brauche ich kein Silvester…um mit dem Rauchen auzuhören).

Und jetzt bitte frag Dich, warum halten wir uns nicht an guten Vorsätze. Was hindert uns diese wirklich umzusetzen und auch dran zu bleiben? Und hier habe ich heute morgen früh für mich selber sagen müssen: „Weil ich es mir nicht wert war“. Ganz einfach! Punkt. Da gibt es nichts schön zu reden. Einfach einen Vorsatz am Silvester rauszulassen, so glaube ich mal, ist doch irgendwie eine Modeerscheinung geworden. Ich glaube, man kann sich auch einen Vorsatz im Sommer nehmen, so wie ich. Da muss ich nicht bis Silvester warten!

Mein Vorsatz im Sommer war: „Ich gehe nach Indien, komme was wolle! Ich möchte gesund bleiben und Freude im Leben haben. Ich bin mir wichtig und ich gebe mir den Wert. Für mich und für meine Gesundheit.“ Und diesen Vorsatz war echt und prächtig und ich habe es umgesetzt. Weil ich auch erkannt habe, dass dieses oder jenes eben gut für mich ist und weil es auch einen Sinn hat und weil ich es mir wert bin. Ich sehe den Sinn dahinter und brauche nicht den Jahreswechsel um meine Vorsätze umzusetzen. Sondern beginne JETZT. Nur das JETZT ist wichtig. Nicht was gestern war oder was morgen sein wird. JETZT:-)

Ich möchte heute mit diesen Zeilen einfach einen kleine Wink geben, dass Du selbst herausfinden sollst und auch erkennen, was für Dich gut ist und was Du auch wirklich tun willst. Fasse nicht einen guten Vorsatz am Silvester weil es besser wäre, sondern fasse Deinen eigenen Vorsatz dann, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und weil Du es Dir wert bist. Du tust es nur für Dich und für sonst niemanden anderen.

Also wenn ich es schaffe, dann ganz viele von Euch auch, ganz bestimmt!

Hey ihr Daheim gebliebenen; Ich wünsche Euch allen ein wunderbares, gesundes, herzliches, liebevolles, friedliches und freudvolles Jahr 2019. Mit viel Ehrlichkeit und Liebe!

Sonnige Grüsse
Lili

Hey allerseits

Heute möchte ich Euch etwas über das Ayurveda Center in Kottayam schreiben und auch meine erste Erfahrungen die ich hier erleben durfte.

Das kleine Athreya Ayurvedic Center hat nichts mit SPA oder Wellness zu tun. Es ist ein Ort wo man eine authentische und sehr professionelle Ayurveda Kur erleben darf und das ist auch im Sinne von Dr. Sreejith und seiner Frau Dr. Jayakrishnan. Beide haben ein Ort erschaffen, inmitten der Paddy Fields, der Reisfelder Keralas.

Das Ärztepaar ist tief überzeugt, dass der Mensch in Harmonie mit der natürlichen Umgebung leben soll und das Krankheiten immer auf eine Störung der inneren Balance, repräsentiert von den drei Doshas – Vata (Luft), Pitta (Feuer) und Kapha (Wasser/Erde) – zurückgehen. Dementsprechend wird in Athreya eine klassische ayurvedische Verjüngerungs- & Reinigungskur angeboten.

Was die innere Balance betrifft; tja…wie ich schon erwähnt habe, war diese bei mir auch nicht mehr im Gleichgewicht (überhaupt nicht mehr). Zuviel Element Kapha (Wasser & Erde) und auch einen Teil von Pitta (Feuer). Obwohl das Wissen in mir ist und ich als gelernte Ayurveda-Therapeutin wissen müsste was zu tun wäre, hatte ich einfach keine Lust und auch keine Kraft selbst meine Gesundheit in die Hand zu nehmen. Also bin ich hierher gekommen. Geschützt in einer Oase, mit Fachpersonen und täglichen Therapien.

Anfangs diese Woche habe ich mit den Therapien begonnen. Starke Schulterschmerzen begleiteten mich, Ameisenkribbeln in den Fingern, leichte Stiche in der Ferse und eine tiefe Erschöpfung, verbunden mit einer Trauer die ich so nicht kenne. Was ich mir von Dr. Sreejith anhören musste gefiel mir nicht. Zuviel Kapha (Wasser/Erde) und eine Hitze die sich in meinen Geweben gestaut hat. Somit auch die einfachste Erklärung warum das Stechen in der Ferse und das kribbeln in den Finger; die andere Doshas (Elemente) haben somit überhaupt keine Möglichkeit zu fliessen. Somit die simple Antwort; es folgt ein Stau, es gibt eine Blockade und die Schmerzen beginnen.

Meine zwei lieben Therapeutinnen sind herzallerliebst aber zimperlich gehen sie mit mir nicht um. Es wird massiert und ich staune, wieviel Kraft eine so feine, kleine Person in den Händen hat. Tief ins Gewebe wird gearbeitet, verbunden mit Kräuterbäder und Bauchmassagen. Und jetzt kommt es…und glaubt mir ich musste mich heute wirklich überwinden und bin echt an meinen Grenzen gekommen.

Um den Körper richtig zu entgiften, wird eine Kräuterpaste mit „Kuhurin“ gemischt. Es stinkt wirklich wie in einem Schweizer Alpenstall. Diese Paste wird ohne Gnade auf den ganzen Körper geschmiert. Brennt höllisch und danach sieht man aus, als wäre man in einem Brennessel-Feld gefallen. Echt heavy! Aber…es wirkt und ich habe das Gefühl es tut sich schon was in der kurzer Zeit. Kein Stechen in der Ferse, Schulterschmerzen ade und ich habe seit zwei Tagen kein Kribbeln mehr in den Finger.

Für das 2019 werde ich auf meine Gesundheit achten. Ich bin es mir Wert, mir, meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele.

Häbet Sorg da draussen und bis bald:-)

Liebe Grüsse
Lili

Guten Morgen allerseits

Bei Euch ist es früh morgens und sicherlich schläft ihr alle noch. Ich bin seit 5 Uhr früh wach und wurde schon therapiert, massiert und behandelt. Ja, ja…richtig gelesen…die Behandlungen beginnen früh morgens, oder zumindest für mich mal. Und ich kann nur dies schreiben; ich bin sehr müde, wirklich, wirklich sehr müde. Ich hätte nicht gedacht, dass so eine tiefe Müdigkeit bei mir hochkommt. Ich, die immer früh morgens aufsteht, gerne den frühen Tag geniesst, viel arbeitet und herumwuselt wie ein Wilde.

Hier in Indien werde ich sowas von zurückgehalten mir der Schnelligkeit! Und ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte mal soviel geschlafen habe wie jetzt hier. Unglaublich was ich mir, meiner Gesundheit und meinem Körper zugemutet habe.

Hier in Arthreya (so heisst das ayurvedische Zentrum) wir geachtet, dass die Seele, der Geist und der Körper eins werden. Und bei mir ist „leider“ vieles in Ungleichgewicht. Meine Seele steht neben mir und fühlt sich in meinem Körper nicht wohl und möchte momentan nicht darin wohnen! Und wie das nicht reichen würde, muss ich mir noch anhören lassen, dass mein Körper sehr vergiftet ist. Bei uns würden wir sagen „zuviele Schlackenstoffe“ oder der Körper ist „übersäuert“.

Wenn wunderts…soviel Kaffee wie ich getrunken und in den letzten paar Wochen auch nicht auf gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet habe? Eigentlich bedenklich, gerade ich, wo Ayurveda gut kenne und während und nach meiner Ausbildung wirklich auf vieles geachtet und sehr gesund gelebt habe. Dies war in den letzten 4 Jahren nicht mehr in meinem Leben präsent und ich frage mich „Warum nur habe ich dieses wunderbare Wissen so beiseite gelegt“?

Und wenn ich jetzt Zeit habe Bücher zu lesen, einfach da zu sitzen, die Natur zu beobachten und mir Sätze aufzuschreiben dann möchte ich für heute nur noch dies mitteilen;

Wir alle haben Angst, uns zu verändern. Deshalb bauen wir um uns herum einen Schutzwall und glauben, so seien wir sicher. Aber es ist sinnlos. Die Winde des Lebens sind stärker als wir…Gegen sie kommen wir nicht an.

Es braucht Mut und auch Liebe zu sich selbst, wirklich was ändern zu wollen. Zumindest schreibe ich dies für mich auf. Weil ich weiss, dass ich einen gesunden Körper wünsche damit meine Seele wieder Freude hat darin zu wohnen.

In diesem Sinne; ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag und grüsse Euch aus dem sonnigen & herzlichen Indien.

Namasté
Lili

Liebe Nachtschwärmer

Heute habe ich was wunderschönes gelesen und möchte es hier mitteilen. Diese Geschichte hat mich berührt und sollte viele von uns auch berühren. Es geht um die Geschichte von dem Wasserkrug und Selbstliebe.

Und ich selbst wurde für einen kurzen Moment nachdenklich; eine Erfahrung in meinem Leben hat mir gezeigt, wenn man auf sich nicht achtgibt und für sich sorgt, fällt es schwerer, andere zu lieben und etwas von dem wunderschönen Gefühl der Liebe abzugeben. Aber lies die Zeilen von dem Wasserkrug, einfach eine schöne Geschichte.

<<Ein Wasserkrug, der leer ist, kann kein Wasser mehr spenden. Man muss den Krug seines Lebens immer wieder ein wenig auffüllen, um anderen etwas abgeben zu können. Je mehr man in den Krug füllt, desto mehr kann man abgeben. Irgendwann ist der Lebenskrug so angefüllt, dass er von selbst überläuft. Das Geben ist dann vollkommen mühelos, und der Krug ist niemals mehr leer.

Dieses Gleichnis lässt sich auch gut auf die Liebe beziehen: Um andere lieben zu können, ist es unendlich wichtig, sich selbst zu lieben und seinen eigenen Krug der Liebe immer wieder aufzufüllen. Manchmal wundert es mich, dass viele Menschen sich so schwer damit tun, auch die Selbstliebe als ein Ziel anzusehen. Gerade so, als wäre es nicht erlaubt zu sagen: Ich möchte mich selbst mehr lieben!

Dabei ist es doch so: Wer nicht auf sich achtgibt und für sich sorgt, wer nicht freundlich zu sich ist und sich nicht selbst annimmt, mitsamt der Fehler, die wir nun einmal alle haben – dem fällt es schwerer, andere zu lieben und ihnen etwas von dem wunderschönen, überquellenden Gefühl der Liebe abzugeben.>>

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Ruhe!

Duftende Grüsse

Lili

Liebe Freunde & Bekannte

Der Spätsommer gibt jetzt nochmals alles! Sonnige und angenehme Tage umhüllen uns und wie war doch dieser Sommer wunderschön. Und jetzt kommt der „goldige Herbst“ und für mich die Lieblings-Jahreszeit. Die Wandlungs-Jahreszeit!

Beobachte ich die Natur, sehe ich jeden Tag wie sich der Wald wandelt. Das satte grün wird gold-orange und die Natur zeigt uns, wie sie sich langsam in sich zurück zieht. Ein Wandel, ein Wechsel, ein Rhythmus, eine Wiederholung…wie jedes Jahr.

Auch wenn die Wiederholung in der Natur jedes Jahr gleich ist, ist es doch nicht „gleich“. Schaue ich genau hin,  findet  „immer“ eine Änderung statt. In der Natur, im Leben, bei den Menschen, auf der Welt. Und manchmal, wenn man „fast“ nicht mehr glaubt, dass ein Wandel statt findet, dann folgt ein Wandel. Garantiert!

Eine Veränderung und eine Wandlung braucht Geduld, Hingabe und auch Mut. Nicht nur in der Natur! Auch bei mir, bei uns und natürlich im Leben. Es schmerzt ansehen zu müssen, wenn geliebte Menschen gehen und sich nicht wandeln wollen und das Leben weiterhin so leben „ohne eine Wandlung“! Nicht jeder muss sich ändern oder eine (Ver)-Wandlung machen. Aber wie eine Schlange sich häutet, so glaube ich es, häuten wir uns doch auch! Oder nicht?

Es schmerzt, wenn bei sich selber eine Wandlung statt findet und es so lange ignoriert bis man es nicht mehr aushaltet. Entweder man schreit den Schmerz laut hinaus oder duldet ihn und wird krank. Was ist besser? Krank werden und leiden oder schreien und sich befreien? Ich nehme die zweite Variante….schreien und sich befreien!

Ich schreibe um mitzuteilen, dass auch hier bei mir , in meinem Leben (wie immer) eine Wandlung statt findet. Der Sommer war heiss, es war still und ich wollte für mich sein. Verstehen und nicht verstehen, anschauen und nicht anschauen, lachen und weinen, schreien und befreien, leiden und dulden und dann doch aufstehen um mir selber zu sagen: „Ich gehe weiter, auf zu neuen Zielen“.

Und hier ein Danke! Danke an all meine lieben Menschen um mich, denn Freundschaft braucht Nähe!

Danke an alle die immer wieder zu mir ins Lädeli kommen und an mich glauben.

Danke an alle die mich immer und immer wieder umarmen und auch motivieren.

Ohne Euch, alle lieben Menschen, würde nie ein Wandel statt finden. Wir sind verbunden, wandeln und unterstützen uns, wir inspirieren, motivieren und wir helfen uns. Das normalste auf dieser Welt!

Die, die es wollen nehmen es an und die, die es nicht wollen, sollen es bleiben lassen. Wie sagt man doch so schön?

„WER IMMER TUT, WAS ER SCHON KANN, BLEIBT IMMER DAS, WAS ER SCHON IST“

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen und goldigen Herbst. Wandeln wir uns und geniessen gemeinsam diese wundervolle Zeit.

Duftende Grüsse

Lili’s Naturkosmetik